6) Leo Schatzl

Leo Schatzl /AT

EBBE, 2015

Installation
Altes GFK Kanu, Wathose, Rollen, Schläuche, Faltkanister, Gebläse mit elektronischer Steuerung

Unter Mitwirkung von Christian Haas, Ursula E. Klein, Florian Gutzwiller Behäbig richtet sich eine Figur auf. Genau genommen ist es nur eine halbe Figur oder vielmehr eine Wathose, die sich hier langsam aufbläst. Mit ihr erhebt sich ein Kanu, das mittels Lenkrollen und an Seilen befestigten Wasserkanistern Auftrieb erfährt. Wie im natürlichen Rhythmus der Gezeiten wechselt sich ein Zustand aus Druck und Spannung mit einem Gefühl von Leere und Entspannung ab: Jeder Anstrengung folgt ein anschließendes Zusammensinken.

Während die Kanister bei Ebbe tief hängen, heben sie sich bei Flut an, just, wenn die Figur wieder in sich zusammensackt – ein Anblick slapstickhafter Komik.

Der Künstler Leo Schatzl setzt sich in den letzten Jahren besonders mit prozesshaften, experimentellen Konstellationen auseinander, bei der alternative künstlerische Aktionsfelder spielerisch erprobt und als Eingriffe in öffentliche Raumsysteme umgesetzt werden. Mit seiner Installation EBBE greift er nun auf Objekte und Versatzstücke zurück, die aus der mit Studierenden am Wasser umgesetzten Projektreihe „Floating Village“ stammen und transformiert diese in den Ausstellungsraum.

*1958 in Obernberg am Inn/AT, lebt und arbeitet in Linz und Wien/AT

Location: OÖ Kulturquartier (6)


5) Isaac Julien 7) Jeanette Ehlers